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Poeges Hotel
Öffnungszeiten unseres
Restaurants:

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für Sie geöffnet!

Poeges Hotel im Wandel der Jahre

Historischer Rückblick des Poeges Hotels in Jerichow

Wir sind ein Familienbetrieb in der vierten Generation.
1901 als Kurhaus eröffnet,erlebten die Inhaber und Gäste viele Umbrüche Gaststätte und Hotel stehen aber bis heute für Gastlichkeit in Jerichow.

Die Anbindung Jerichows an das Eisenbahnnetz 1899 und die Errichtung des heutigen Fachkrankenhauses ab dem Jahr 1900 bescheren dem Städtchen Gäste und wirtschaftlichen Aufschwung. Daran teilhaben will der Steinmetzmeister Emil Poege. Er kauft Land am Weg nach Großmangelsdorf und baut ein Kurhaus im Stil der Zeit, das am 2.August 1901 eröffnet und ständig erweitert wird, 1902 um einen Musik- und Gartenpavillon, 1905 um einen Gartensaal. Es finden Tanz-und Varietéveranstaltungen statt und noch vor dem Ersten Weltkrieg gibt es auch Kino-Vorführungen.

Als Emil Poege stirbt, führt zunächst seine älteste Tochter, Ella Poege, das Haus weiter. 1919 übernimmt der Buchdrucker Wilhelm Lucke das Geschäft, der im selben Jahr Ella Poege heiratet. Aus „Emil Poeges Hotel“ wird „Poeges Hotel“.

1926 kann der neue, große Saal mit fest eingebauter Kinoanlage eröffnet werden. Als erster Film wird „Lady Windermeres Fächer“, nach Oscar Wilde, gezeigt. Das war noch Stummfilm, aber Weihnachten 1931 wird auf Tonfilm umgestellt und zur Olympiade 1936 sogar ein zweiter Projektor angeschafft. Spätestens nach der Einweihung des Saales ist „Poeges Hotel“ in Jerichow das erste und größte Haus am Platze.

Hatte der Erste Weltkrieg Jerichow eine Abwicklungsstelle des 13. Jägerregiments und dem Hotel viel Umsatz gebracht, sind im Zweiten Weltkrieg die einträglichen Tanzveranstaltungen verboten und nur noch das hauseigene Kino sorgt für Unterhaltung bis es 1948 enteignet wird.

Im selben Jahr kehrt der jüngste Sohn des Hauses, Willi Lucke, aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück. Der gelernte Koch und seine Frau Margot arbeiten zunächst im elterlichen Betrieb mit und übernehmen 1960 die Wirtschaft von Wilhelm Lucke, der im selben Jahr stirbt. Ella, die „Seele des Geschäfts“, stirbt 1967.

Auch ohne Kinobetrieb ist der Saal von „Poeges Hotel“ zu DDR-Zeiten ein Magnet für Besucher. Das Theater der Altmark und das Steintor Varieté Halle gastierten. Modenschauen, Betriebsfeiern und Jugendtanz werden veranstaltet. Schweinevermarktungen und „Stutenbälle“ finden statt. 1969 wird die beliebte Kegelbahn erneuert. 1973 mit dem Konsum in Gentin ein Kommissionshandelsvertrag geschlossen, und die Zeit der großen Gartenfeste beginnt.

Zum 1.Januar 1985 gibt Willi Lucke das Geschäft an seinen ältesten Sohn Reinhard, einen gelernten Kellner, und dessen Frau Gabriele, gelernte Köchin, ab.
1990 endete der Kommissionhandelsvertrag mit dem Konsum und seitdem führt Reinhard Lucke das Haus auf eigene Rechnung.

Bis 1994 lief das Geschäft sehr gut, dann gab es einen Einbruch um 50% und ab 1997 erfolgte eine leichte Erholung, beschreibt Reinhard Lucke die Ersten Jahre nach der Wende.

1998 erfolgte der Einbau einer modernen Bundeskegelbahnanlage. Aber auch diesen neuerlichen Umbruch übersteht das Haus, Inhaber und Gäste konnten 2001 den 100. Geburtstag von „Poeges Hotel“ feiern.

Die vorerst letzten Eintragungen in der langen Chronik des Hauses sind die Fakten, dass Reinhard Lucke mit seiner Kartoffelsuppe 2005 den 2. Platz sowie 2008 und 2010 den 3. Platz beim Genthiner Kartoffelsuppenwettbewerb im Rahmen des Genthiner Kartoffelfestes gewonnen hat und dass er ebenfalls seit 2008 das Mittagessen für die Schüler und Lehrer der Grundschule Jerichow kocht.

Ansonsten steht „Poeges Hotel“ auch 2011 für preiswerte Übernachtungen, Familienfeiern und Veranstaltungen jeder Art. Das Speisenangebot steht unter dem Motto „Futtern wie bei Muttern“.

Übrigens: Wir feiern in diesem Jahr unser 110-jähriges Jubiläum!